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Lauschen statt Glotzen: Der Weg zur auditiven Medienkompetenz

Veröffentlicht: Januar 2025

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In einer Welt, die immer bunter, lauter und schneller wird, ist die Fähigkeit zum konzentrierten Zuhören zu einer echten Superkraft geworden. Wir sprechen oft über die Zeit, die Kinder vor Bildschirmen verbringen, doch viel seltener reden wir über die auditive Medienkompetenz. Dabei ist das reine Lauschen eine der wichtigsten Voraussetzungen für das spätere Lernen in der Schule und die allgemeine Konzentrationsfähigkeit. Viele Eltern fragen sich jedoch, ab wann der richtige Zeitpunkt für das erste Hörbuch gekommen ist und wie man ein Kleinkind, das an schnelle visuelle Reize gewöhnt ist, sanft an das Medium Audio heranführt.

Generell lässt sich sagen, dass viele Kinder ab etwa zwei bis drei Jahren bereit für sehr einfache, kurze Audiogeschichten sind. In diesem Alter beginnt das Verständnis für einfache Handlungsabläufe und die Aufmerksamkeitsspanne reicht oft schon für ein paar Minuten konzentriertes Zuhören aus. Wichtig ist dabei, dass die Inhalte nah am Alltag des Kindes bleiben. Hier spielen personalisierte Geschichten ihre größte Stärke aus. Wenn ein Kind seinen eigenen Namen hört, ist die Motivation dranzubleiben um ein Vielfaches höher, da das Gehirn die Information sofort als relevant einstuft.

Der Übergang vom Bildschirm zum reinen Hören sollte dabei ganz ohne Druck erfolgen. Ein bewährter Weg ist es, das Hörbuch in eine bereits bestehende Ruhephase einzubauen. Das kann die Zeit nach dem Mittagessen sein oder das klassische Ritual vor dem Einschlafen. In einer Umgebung mit gedimmtem Licht und ohne ablenkendes Spielzeug fällt es den Kleinen deutlich leichter, sich auf die Stimmen von Lotte oder Jakob einzulassen. Man kann auch damit beginnen, das Hörbuch gemeinsam zu hören und dabei leise über das Gehörte zu flüstern, um die Verbindung zwischen dem Wort und der eigenen Fantasie zu festigen.

Ein weiterer Trick für den Einstieg ist die Kombination aus Hören und sanfter Beschäftigung. Es ist völlig in Ordnung, wenn ein Kind während des Zuhörens malt, knetet oder mit Bauklötzen spielt. Das Gehirn lernt so, die akustischen Reize im Hintergrund zu verarbeiten, während die Hände beschäftigt sind. Oft bemerken Eltern, dass das Kind plötzlich innehält, wenn es seinen Namen hört oder die Geschichte eine spannende Wendung nimmt. Das ist der Moment, in dem die auditive Kompetenz wächst.

Mit der Zeit wird das Hörbuch so zu einem eigenständigen Highlight des Tages. Es bietet den Kindern eine Pause von der visuellen Überreizung und gibt ihnen die Freiheit, ihre eigenen inneren Bilder zu malen. Wer früh damit beginnt, das Zuhören als festen Bestandteil des Alltags zu etablieren, schenkt seinem Kind eine wertvolle Fähigkeit, die weit über die Kindheit hinausreicht: die Gabe, wirklich hinzuhören und in fremde Welten einzutauchen, ohne dass ein Display den Takt vorgibt.